21.04.2021

Wanted: Ideen für den Leistungs- und Spitzensport

34 Personen, 2 Workshops und unzählige Ideen für den Leistungs- und Spitzensport

Durch die Erstellung der Personas sowie einen internen Workshop mit Experten identifizierte das Projektkernteam Problemstellungen und Herausforderungen, die bezüglich des Leistungs- und Spitzensport in Niederösterreich existieren. Um diese aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und kreative Lösungsansätze zu sammeln, wurden verschiedenste Personen aus dem Spitzensport (aktive und ehemalige Sportler), Fachverbänden, Fachhochschulen sowie der Sportwissenschaft und -medizin zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Aufgabenstellung:

Sammeln von Ideen um den Bedürfnissen im Leistungs- und Spitzensport zu begegnen. 

Ergebnis:

Viele Ideen um auf Herausforderungen im Spitzen- und Leistungssport zu reagieren.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und einem verhängten Lockdown in Niederösterreich fanden die Diskussionsrunde via Zoom statt. Ein Vorteil: Dadurch konnten Personen aus aller Welt teilnehmen – die ehemalige Leichtathletin und nun Trainerin Viola Kleiser meldete sich aus einem Trainingslager in der Türkei, die Ski-Legende Michaela Dorfmeister konnte aus dem abgeriegelten Scheibbs dabei sein. 34 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Spitzensport, Fachverbände, Bildungseinrichtungen, Sportwissenschaft und -medizin) versammelten sich also am Mittwoch, den 21. April, zu zwei halbtägigen Workshops vor ihren Bildschirmen um in 2 Gruppen Ideen für Maßnahmen im Leistungs- und Spitzensport zu sammeln. Diese Gruppen wurden wiederum in Kleingruppen aufgeteilt um die Online-Diskussion zu vereinfachen.

Welche Herausforderungen gibt es für den Leistungs- und Spitzensport in Niederösterreich?

Wie schon in Blog 8 (30.03.2021) erwähnt, identifizierte das Projektkernteam mit drei Experten die Problemfelder „Train to Train“, „Train to Compete“ und „Train to Win“ für den Leistungs- und Spitzensport in Niederösterreich. Patrick Rammerstorfer, Begleiter des Strategieprozesses von der Organisationsberatung Pro Active, und Sebastian Pöggsteiner, Teil des Projektkernteams, stellten diese und das Modell „Long Term Development in Sport and Physical Activity“ vor. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde in den Kleingruppen wurde schließlich darüber diskutiert. Folgende Fragen standen dabei zu den Problemlagen im Mittelpunkt: Wie müssten optimale Rahmenbedingungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Leistungssport und Ausbildung von der Unterstufe bis zum Hochschulstudium aussehen? Wie müssten optimale Rahmenbedingungen in Bezug auf die Realisierung hochwertiger Trainingsangebote aussehen? Wie müssten optimale Rahmenbedingungen in Bezug auf die Fokussierung auf den (Hoch)Leistungssport aussehen?

Welche Ideen gibt es um auf Herausforderungen im Leistungs- und Spitzensport zu reagieren?

Hier ein kurzer Auszug aus den Ideensammlungen für Lösungen von georteten Problemlagen:

„Train to Train“ („Aufbautraining)

„Train to Compete“ („Anschlusstraining“)

„Train to Win“ („Hochleistungstraining“)

Inwiefern kann der Leistungs- und Spitzensport Motor für eine breite Sportpartizipation sein?

Abschließend wurde noch die Frage in den Raum gestellt, ob der Leistungs- und Spitzensport zu mehr Breitensport führen kann. Darüber wurden ebenfalls hitzig diskutiert. Grundsätzlich wurde besprochen, dass dieser Effekt nicht belegbar ist und eher nicht einzelne Erfolge, sondern Sportgroßereignisse, wie Olympische Spiele, die breite Masse mitreißen und eventuell zum Sporteln animieren. Wichtig ist jedoch, dass als Verein oder Verband die Begeisterung hoch gehalten wird. Zusätzlich ist essentiell, dass bei einem Hype (z.B. Dominic Thiem) auch dementsprechend die Kapazitäten im Verein geschaffen werden. Für Begeisterung sorgen zudem Breitensportveranstaltungen, wo sich jede Einzelne und jeder Einzelner beweisen kann, z.B. im Triathlon-Sport. Hier ist ein Motivationsschub möglich, wenn Spitzen- und Hobbysportler gemeinsam an der Startlinie stehen.